Arbeitskostenstatistik (jährlich)

Die vorläufigen Arbeitskosten betrugen 2020 durchschnittlich 37,10 Euro je geleistete Arbeitsstunde (inklusive Auszubildende); sie stiegen damit gegenüber 2019 um 7,1%. Im Produzierenden Bereich machten sie 39,25 Euro und im Dienstleistungsbereich 35,91 Euro aus. In der „Energieversorgung“ (57,49 Euro) und in den Finanz- und Versicherungsleistungen (59,68 Euro) kostete 2020 eine geleistete Arbeitsstunde am meisten, während in der „Beherbergung und Gastronomie“ die Kosten um fast zwei Drittel niedriger waren (20,46 Euro).

Den stärksten vorläufigen Anstieg der Kosten je geleistete Arbeitsstunde gegenüber 2019 verzeichneten der Wirtschaftsbereiche „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (+17,6%) sowie „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ (+10,0%). Im Handel machte die Steigerung 4,0% und in der „Herstellung von Waren“ 2,7% aus. In der Energieversorgung betrug die Steigerung der vorläufigen Aufwendungen für eine geleistete Arbeitsstunde hingegen nur 2,4%.

Durch die COVID-19-Pandemie gab es im Jahr 2020 seit März Betriebsschließungen, Kurzarbeit, Quarantäne, Empfehlungen zu Überstunden- und Urlaubsabbau und ähnliches, die in den meisten Wirtschaftsabschnitten zu niedrigeren geleistete Arbeitsstunden führten, während die Arbeitskosten häufig auf gleichem Niveau blieben oder bei Kurzarbeit durch die Kurzarbeitsbeihilfe des Arbeitsmarktservice (AMS) teilweise reduziert wurden.

Die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen bezahlten im Jahr 2020 74% der gesamten Arbeitskosten für Bruttolöhne und –gehälter und 26% für indirekte Arbeitskosten, wie Arbeitgeber-Sozialbeiträge (24%, inkl. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Abfertigungen) und sonstige Arbeitskosten (2%). Der Anteil der indirekten Arbeitskosten an den gesamten Arbeitskosten war im „Bau“ (30%) durch die Zuschläge an die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) am höchsten.

Hinweis: Die jährliche Arbeitskostenstatistik basiert auf den alle vier Jahre durchgeführten Arbeitskostenerhebungen (zuletzt über 2016). Die Berichtsjahre zwischen den Erhebungsjahren werden mit Ergebnissen der Wirtschaftsstatistiken, der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen interpoliert und die Berichtsjahre nach dem letzten Erhebungsjahr mit diesen Statistiken sowie mit dem Arbeitskostenindex fortgeschrieben. Das Berichtsjahr 2020 und die Jahre davor bis 2017 sowie ev. bereits fortgeschriebene Werte für 2021 werden nach Vorliegen der Ergebnisse der Arbeitskostenerhebung 2020 im 3. Quartal 2022 revidiert.

Eurostat veröffentlicht die, großteils von Eurostat berechneten, jährlichen Arbeitskosten in den EU-Mitgliedstaaten in einer öffentlich zugänglichen Datenbank.

Ergebnisse im Überblick: Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde
Arbeitskosten 2008 bis 2020 nach ÖNACE 2008
Arbeitskosten 1996 bis 2008 nach ÖNACE 2003

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Arbeitskosten 2008 - 2017 - Erhebung 2016 und jährliche Statistik

Erscheinungsdatum: 04/2019

 
 

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Arbeitskosten 2008-2013

Erscheinungsdatum: 4/2015

 
 

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(PDF, 2 MB)

 
 

Arbeitskosten 1996 - 2009

Erscheinungsdatum: 04/2011

 
 

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