Preise, Preisindex

Der Warenkorb der Land- und Forstwirtschaftlichen Erzeugerpreisstatistik umfasst derzeit 216 Produkte des tierischen, pflanzlichen und forstwirtschaftlichen Sektors. Bei den Preisen handelt es sich um gewogene Bundesländerpreise ohne MwSt., welche zu einem Bundesdurchschnittspreis aggregiert werden. Die Erhebung der Preisdaten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, der Agrarmarkt Austria sowie der Landwirtschaftskammer Österreich.

Das Berichtsjahr 2021 war einerseits geprägt von Preiszuwächsen bei Getreide, Zuckerrüben und Holz, andererseits gab es Preiseinbrüche in der Schweinbranche

Für Schlachtschweine der Klasse S - P wurden mit 1,61 Euro/kg um -5,7% weniger gegenüber dem Vorjahr bezahlt. Auch bei den Ferkeln wurde mit 2,16 Euro/kg (-13,3%) ein negatives Ergebnis erzielt. Preisanstiege waren bei den Schlacht- und Nutzrindermärkten festzustellen; so stiegen die Preise für Jungstiere der Klasse E - P auf 4,04 Euro/kg (+9,2%) und auch für Kühe der Klasse E - P wurde mit 2,96 Euro/kg (+19,1%) mehr bezahlt. Mit Ausnahme der Zuchtstiere, welche mit 2.290,06 Euro/Stk. ein Minus von 3,4% erzielten, entwickelten sich bei den übrigen Zuchtrinderkategorien die Preise durchwegs positiv. Ein Preisanstieg war sowohl bei den Kühen mit einem Durchschnittspreis von 1.935,12 Euro/Stk. (+4,6%) als auch bei den Jungkalbinnen, nicht trächtig bei einem Durchschnittspreis von 1.008,82 Euro/Stk. (+8,8%) zu beobachten. Die Erzeugerpreise in der Geflügelwirtschaft entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr positiv: zwar stagnierten die Jahrespreise für Masthühner, lebend mit 100,85 Euro/100kg unverändert zum Vorjahr aber sowohl für Masthühner, bratfertig konnte ein Preisanstieg (+1,4%) 241,92 Euro/100kg als auch bei den Truthühnern, lebend mit 160,05 Euro/100kg (+5,8%) verzeichnet werden. Für 100 kg Kuhmilch wurden durchschnittlich 39,41 Euro ausbezahlt (+5,0% gegenüber dem Vorjahr).

Der Getreidebereich war 2021 vorwiegend von steigenden Preisen geprägt. Für Mahlweizen, Protein mind. 12,5% wurde ein Preis von 174,47 Euro/t (+17,3%) ausbezahlt. Hartweizen konnte mit einem Preis von 285,29 Euro/t einen Preisanstieg von 23,5% verzeichnen. Der größte Preisanstieg wurde bei Körnermais mit einem Preis von 197,74 Euro/t um (+51,4% gegenüber dem Vorjahr) verzeichnet.

Bei den Ölsaaten konnten die Sojabohnen mit einem Preis von 494,02 Euro/t ein Plus von 40,8% verzeichnen.

Der Preis für Zuckerrüben – mit einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,67% - lag bei 32,38 Euro/t (+20,9%).

Bei den Speisekartoffeln kam es zu einer deutlichen Preissteigerung, wobei für festkochende Sorten 177,38 Euro/t (+30,0%) und für vorwiegend fest- und mehlig kochende Sorten 180,34 Euro/t (+33,6%) bezahlt wurden. Bei den Frühkartoffeln kam es mit 289,13 Euro/t ebenfalls zu einem Anstieg, nämlich von 42,3%.

In der österreichischen Obstproduktion nimmt der Apfel die größte Bedeutung ein. Die Erzeugerpreise für Äpfel der Klasse I betrugen im Jahresdurchschnitt 90,08 Euro/100kg, das entspricht einem Plus von 11,6% gegenüber dem Vorjahr.

Die Erzeugerpreise für Sägerundholz (Fichte/Tanne Kl. B Media 2b) zogen mit 100,48 Euro pro Festmeter (+38,3%) an, jene für Brennholz (Hartholz) stiegen bei einem Durchschnittspreis von 65,02 Euro/RMM um +1,5% zum Vorjahr.

Monats- und Jahresmittel nach Bundesländern

Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2022
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2021
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2020
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2019
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2018
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2017
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2016

Österreichmittel im Jahresdurchschnitt

Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2015 bis 2021

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Land- und forstwirtschaftliche Erzeugerpreise März 2022

Erscheinungsdatum: 05/2022

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2020

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Statistik der Landwirtschaft 2019

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Statistik der Landwirtschaft 2018

Erscheinungsdatum: 10/2019

 
 

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