Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen

Hinweis: Im Anschluss an den Text stehen neben Monats- und Quartalsergebnissen auch Jahresergebnisse sowie eine Zeitreihe der UVA-Statistik und Abdeckungsraten der USt- durch die UVA-Daten als Tabellen in den Formaten PDF und XLSX zur Verfügung. Klickt man im Reiter „Tabellen“ rechts unten auf „ganze Liste anzeigen“, erhält man den besten Überblick über das Angebot.

Umsatzsteuerpflichtig sind die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmen im Inland gegen Entgelt durchführt, der Eigenverbrauch und die Einfuhr von Gegenständen. Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist grundsätzlich das Entgelt, bestimmte Umsätze unterliegen jedoch nicht der Umsatzsteuer, wobei zwischen echt und unecht befreiten Umsätzen – bei Letzteren darf keine Vorsteuer abgezogen werden - zu unterscheiden ist. Die wichtigsten Steuersätze betragen 20% und 10%, seit 2016 gibt es einen weiteren ermäßigten Steuersatz in der Höhe von 13%. Ab 1. Juli 2020 gibt es einen Steuersatz in Höhe von 5% für Gastronomie-Umsätze, der zunächst bis 31.12.2020 befristet war, in Folge allerdings bis 31.12.2021 verlängert wurde. Alle anderen Sätze haben nur marginale Bedeutung.

Der Zweck der Umsatzsteuervoranmeldung besteht in der laufenden Entrichtung der Umsatzsteuer, indem jeweils für den sogenannten Voranmeldungszeitraum – ein Monat oder ein Quartal – die Umsatzsteuer für die in diesem Zeitraum angefallenen Umsätze abzüglich der Vorsteuer berechnet und im Fall einer Zahllast an die Finanzverwaltung abgeführt wird. Dabei handelt es sich um Umsatzsteuer-Vorauszahlungen; die endgültige Umsatzsteuer für ein Kalenderjahr wird dann auf Basis der Umsatzsteuererklärung für dieses Jahr durch die Umsatzsteuerveranlagung und den daraus resultierenden Umsatzsteuerbescheid festgelegt.

Eine Umsatzsteuervoranmeldung, d.h. eine Darstellung der Umsätze und der darauf entfallenden Umsatzsteuer, muss nur dann bei der Finanzverwaltung eingereicht werden, wenn bestimmte Bedingungen – im Wesentlichen ein Vorjahresumsatz ab 35.000 Euro (ab 1.1.2020; Grenzwert 2011 bis Ende 2019: 30.000 Euro; Grenzwert bis Ende 2010: 100.000 Euro) – erfüllt sind (nähere Informationen dazu: siehe Reiter "Weitere Informationen" unterhalb des Textes).

Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen basiert auf den Daten der bei der Finanzverwaltung eingereichten Umsatzsteuervoranmeldungen; eine Beschreibung der Vorgangsweise findet sich unter "Weitere Informationen" unterhalb des Textes. Weil Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz unter 100.000 Euro bis Ende des Jahres 2010 keine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen mussten, deckte diese Statistik bis dahin zwar nur knapp zwei Drittel der Unternehmen, aber rund 95% des Umsatzes ab; durch die Senkung des Grenzwertes für die Verpflichtung zur Einreichung der Umsatzsteuervoranmeldung auf 30.000 Euro ab 2011 wird die Abdeckung noch besser (2017: 77,9% der Unternehmen, 96,9% des Umsatzes). Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen liefert daher eine gute Schätzung der Gesamt-Umsätze. Dabei sind Branchen mit einem hohen Anteil an umsatzstarken Unternehmen besser repräsentiert als jene mit einem hohen Anteil an umsatzschwachen Unternehmen.

Da die Umsatzsteuerstatistik wegen der späten Verfügbarkeit hinreichend vollzähliger Daten erst rund 2,5 Jahre nach Ende des Berichtsjahres vorliegt, besteht der Wert der Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen darin, dass sie sehr aktuelle und nicht nur jährliche, sondern auch Quartalswerte liefert.

Neue Kennzahlen in der Umsatzsteuervoranmeldung

Zur Unterstützung der Gastronomie, der Hotellerie, der Kulturbranche sowie des Publikationsbereichs wurde ab 1.Juli 2020 ein befristeter ermäßigter Steuersatz iHv 5 Prozent eingeführt.

3. Quartal 2021 (vorläufiges Ergebnis)

Das vorläufige Ergebnis für das 3. Quartal 2021, dem vor allem einige September- bzw. Quartalsmelder-Meldungen gegenüber dem endgültigen Ergebnis, das Anfang Jänner 2022 vorliegen wird, fehlen, wies einen steuerbaren Umsatz von 210,5 Mrd. Euro und damit einen neuen Höchstwert aus. Gegenüber dem endgültigen Ergebnis des 3. Quartals 2020 bedeutete dieser Wert einen Anstieg um 11,4% (während die Zahl der meldenden Unternehmen nur um 1,3% zunahm), gegenüber dem 2. Quartal 2021 (endgültiges Ergebnis) – bei einem Rückgang der Unternehmen um 2,8% – einen Umsatzzuwachs um 2,1%.

Die Aufteilung nach Monaten ergab für Juli 72,0 Mrd. Euro Umsatz bei 336.402 meldenden Unternehmen, für August 65,4 Mrd. Euro (333.110 Unternehmen) und für Juni 70,7 Mrd. Euro (320.130 Unternehmen). Von den 171.622 Unternehmen, die nur eine Meldung für das Quartal abgaben, wurden 2,4 Mrd. Euro Umsatz gemeldet.  

Unter Umständen nur eine Randnotiz, durch den relativ hohen Wert jedoch dennoch bemerkenswert, ist der Rückgang der meldenden ausländischen Unternehmen (das sind Unternehmen ohne wirtschaftlichen und rechtlichen Firmensitz in Österreich) gegenüber dem 2. Quartal um 33,9% auf 12.251 Fälle. Der Umsatz dieser Fälle nahm dabei allerdings nur um 3,4% ab. Die Erklärung dafür scheint darin zu liegen, dass nach dem Ende aller Lockdowns bzw. Beschränkungen im 3. Quartal die Anzahl der Bestellungen beim ausländischen Online-Handel relativ stark zurückgegangen ist, wodurch vor allem die Zahl der vielen verschiedenen (kleinen) Online-Shops, die in der UVA-Statistik vorhanden waren, gesunken ist.

Die Analyse nach Branchen zeigte für den umsatzstärksten Bereich „Handel“ beim Vergleich mit dem endgültigen Ergebnis für das 3. Quartal 2020 einen Umsatzzuwachs um 10,5% auf 66,5 Mrd. Euro. Im Vergleich mit dem 2. Quartal 2021 war jedoch sogar ein Umsatzrückgang um 2,8% zu verzeichnen. Auch bei der Herstellung von Waren (Quartalsumsatz: 48,3 Mrd. Euro) lagen die Veränderungsraten auf vergleichbaren Niveaus, d.h. gegenüber dem Vorjahr bei +14,9% und gegenüber dem Vorquartal bei nur +0,9%.

Die nächsthöheren Quartalsumsätze wurden von der Öffentlichen Verwaltung (16,8 Mrd. Euro; +2,4% bzw. -7,8%) und vom Bau (16,7 Mrd. Euro; +14,8% bzw. +8,6%) ausgewiesen.

Die höchsten Zuwächse wurden von den Bereichen „Beherbergung und Gastronomie“ („nur“ +14,0% im Jahresvergleich auf 6,5 Mrd. Euro, aber +121,1% im Vergleich zum Vorquartal, in dem der Lockdown bis in den Mai die Saisonschwankungen verstärkten) sowie „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (+23,6% auf 2,8 Mrd. Euro bzw. +10,8%) erwirtschaftet.

2. Quartal 2021

Das endgültige Ergebnis der Auswertung aller für das 2. Quartal 2021 bis spätestens 15. September abgegebenen Umsatzsteuervoranmeldungen ergab einen steuerbaren Umsatz von 206,1 Mrd. Euro und damit einen Zuwachs um 25,6% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Damit wurde das beste jemals erzielte Quartalsergebnis von 205,1 Mrd. Euro aus dem 4. Quartal 2019 übertroffen. Die Zahl der meldenden Unternehmen stieg um 5,3% auf 531.345 an.

Während der steuerpflichtige Umsatz mit +23,9% auf 130,4 Mrd. Euro leicht unter dem Zuwachs des gesamten steuerbaren Umsatzes lag, wurde dieser vom Anstieg des steuerfreien Umsatzes (+28,0% auf 65,6 Mrd. Euro) sogar noch übertroffen. Auch bei der Bruttoumsatzsteuer (+25,8% auf 29,3 Mrd. Euro), der Erwerbsteuer (+44,7% auf 6,3 Mrd. Euro) und der abziehbaren Vorsteuer (+33,3% auf 29,2 Mrd. Euro) waren Zuwächse in ähnlicher bzw. noch größerer Höhe zu verzeichnen.   

Das gesamte Umsatzsteueraufkommen, das sich aus Bruttoumsatzsteuer abzüglich Vorsteuern und zuzüglich Erwerbsteuer sowie Einfuhrumsatzsteuer ergibt, belief sich auf 7,8 Mrd. Euro und fiel folglich um 15,7% stärker aus als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Bei den Reverse Charge-Umsätzen mit einer Höhe von 10,1 Mrd. Euro, die zum steuerbaren Umsatz addiert wurden, war gegenüber dem 2. Quartal 2020 ein Plus von 35,0% zu verzeichnen.

Umsatzstufen

61,5% des gesamten Quartalsumsatzes wurden von nur 0,5% aller Unternehmen (mit 10 Mio. Euro und mehr steuerbarem Umsatz) erwirtschaftet, 91,0% des Umsatzes von 9,5% der Unternehmen (mit einem steuerbaren Umsatz von mindestens 300.000 Euro). Der Vergleich mit dem 2. Quartal 2020 zeigt in den Umsatzstufen ab einem Quartalsumsatz von 10.000 Euro positive Veränderungsraten sowohl bei der Zahl der meldenden Unternehmen als auch bei den Umsätzen, wobei zu beobachten war: je höher die Umsatzstufe, desto höher die Zuwächse – die höchsten folglich mit +46,7% an Unternehmen sowie +34,0% an Umsätzen in der obersten Randstufe mit einem Unternehmensumsatz von 100 Mio. Euro und mehr. In den untersten Stufen bis 10.000 Euro Umsatz waren die Veränderungsraten negativ, weil dorthin im 2. Quartal des Vorjahres alle Unternehmen „gerutscht“ sind, die aufgrund von Lockdowns keinen oder einen sehr geringen Umsatz machen konnten, aber zur Abgabe einer UVA-Meldung weiterhin verpflichtet waren.

Wirtschaftsbereiche

Der Bereich "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz" mit 17,0% der meldenden Unternehmen hatte mit 33,2% (68,4 Mrd. Euro) den größten Anteil am steuerbaren Umsatz. Es folgte die „Herstellung von Waren“ mit 23,2% des Gesamtumsatzes (47,9 Mrd. Euro) und 5,0% der Unternehmen. Fallmäßig war der Bereich "Grundstücks- und Wohnungswesen" mit 22,1% vor dem Handel der bedeutendste, was darauf zurückzuführen ist, dass dieser Wirtschaftsbereich auch alle Wohnungseigentümergemeinschaften von Häusern mit Eigentumswohnungen umfasst, die zwar der Umsatzsteuerpflicht unterliegen, jedoch keine Unternehmen im eigentlichen Sinn sind.

Vergleicht man die Ergebnisse der beiden umsatzstärksten Branchen mit jenen im gleichen Quartal des Vorjahres, stellt man in beiden deutliche Umsatzzuwächse fest, wobei diese im Bereich „Herstellung von Waren“ mit +33,8% etwas stärker ausfielen als im Handel mit +26,3%.

Während in zehn Wirtschaftsbereichen im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres höhere Umsatzzunahmen als insgesamt (+25,6%) zu verzeichnen waren, wiesen neun Branchen darunterliegende Zuwächse aus. Die höchsten erwirtschafteten die Beherbergung und Gastronomie (+50,3% auf 2,9 Mrd. Euro), Erziehung und Unterricht (+41,5% auf 401 Mio. Euro), der Bau (+36,1% auf 15,3 Mrd. Euro) und die Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+34,8% auf 5,6 Mrd. Euro). In der Öffentlichen Verwaltung betrug das Umsatzplus nur 7,5% (auf 18,2 Mrd. Euro) und war damit am niedrigsten, der Bereich „Information und Kommunikation“ (+10,5% auf 5,0 Mrd. Euro) und die Land- und Forstwirtschaft (+12,4% auf 1,0 Mrd. Euro) schnitten etwas besser ab.

Rechtsformen

Betrachtet man die Haupterhebungsmerkmale der Umsatzsteuervoranmeldungsstatistik gegliedert nach Rechtsformen, ergibt sich auch für das 2. Quartal 2021 das übliche Bild: Gesellschaften mit beschränkter Haftung wiesen 55,4% des Gesamtumsatzes aus, Aktiengesellschaften und Personengesellschaften/-gemeinschaften jeweils zwischen 10% und 11% (wobei nur 0,2% der meldenden Unternehmen Aktiengesellschaften waren). Dass diese drei Rechtsformen mit einem Anteil von 44% aller Veranlagungsfälle über drei Viertel des Umsatzes erbrachten, lag daran, dass die größte Gruppe – die 265.547 natürlichen Personen – mit 50,0% der Steuerpflichtigen lediglich 6,0% des Umsatzes auswies.

Regionalgliederung mit Berücksichtigung ausländischer Umsatzsteuerfälle

Steuerbare Umsätze sind gemäß § 1 UStG „Umsätze aus Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmen im Inland gegen Entgelt ausführt“. Aus diesem Grund wurden die Ergebnisse der Statistiken der Umsatzsteuer und der Umsatzsteuervoranmeldungen bis ins Jahr 2010 regional nur nach Bundesländern gegliedert publiziert. Möchte man allerdings darstellen, dass auch ausländische Unternehmen (ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt bzw. ohne Sitz oder Betriebsstätte im Inland) inländische steuerbare Umsätze tätigen können, muss die regionale Gliederung um die Ausprägung „Ausland“ erweitert werden. Beginnend mit der Aufarbeitung des 4. Quartals 2020 (bzw. ab der Statistik der Umsatzsteuer 2018) wurden Informationen aus dem Unternehmensregister auch für die Bestimmung des Unternehmenssitzes verstärkt verwendet, sodass die Anzahl der ausländischen Unternehmen etwas höher geworden ist.

Die Bundeshauptstadt Wien erwirtschaftete 31,8% des österreichischen Gesamtumsatzes, danach folgten Oberösterreich (17,2%) und Niederösterreich (13,2%). Die regionale Verteilung wird aber etwas „verzerrt“ dargestellt, da die regionale Zuordnung der Steuerpflichtigen zum Sitz der Geschäftsleitung erfolgt und Unternehmen, die über verschiedene Standorte – ein Beispiel sind die Filialen von Einzelhandelsketten – verfügen, daher nur einem Standort zugeordnet werden können.

Der durchschnittliche steuerbare Umsatz je Unternehmen war ebenfalls in Wien am höchsten (547.000 Euro). Abgesehen von den ausländischen Umsatzsteuerfällen mit 520.000 Euro folgten dahinter Oberösterreich (483.000 Euro) und Salzburg, das mit 382.000 Euro knapp unter dem Österreich-Durchschnitt von 388.000 Euro Quartalsumsatz lag. Vorarlberg rangierte mit 373.000 Euro auf Platz 4, danach folgten Niederösterreich (314.000 Euro), die Steiermark (288.000 Euro) und Kärnten (275.000 Euro) deutlich vor den beiden Schlusslichtern, die von Tirol (225.000 Euro) und dem Burgenland gebildet wurden, wo der steuerbare Umsatz je Unternehmen mit 219.000 Euro am geringsten war.

Auch bei der Anzahl der meldenden Unternehmen stand Wien mit 119.951 (das sind 22,6%) an erster Stelle, dahinter folgten Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark. Im Burgenland reichten nur 14.137 Unternehmen (das sind 2,7% aller Meldenden) eine Umsatzsteuervoranmeldung ein, aus dem Ausland erfolgten 18.544 Voranmeldungen (3,5%).

Besonders hoch waren die Anteile der ausländischen Unternehmen bei der Einfuhrumsatzsteuer (20,8% der Gesamtsumme) und bei der Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb (6,7%). Der Anteil an den Reverse Charge-Umsätzen, der in Wien mit 32,9% am höchsten war, betrug bei den ausländischen Unternehmen 4,4%. Während ihr Anteil am steuerbaren Umsatz 4,7% (d.s. 9,6 Mrd. Euro) betrug, trugen die ausländischen Unternehmen 3,5% von der Bruttoumsatzsteuer und 3,1% der Zahllast, d.s. 201 Mio. Euro.

Jahr 2020

Die Jahresstatistik der Umsatzsteuervoranmeldungen wies im Jahr 2020 um 33 weniger Steuerpflichtige aus als im Jahr davor, nämlich 560.859, die einen steuerbaren Umsatz von 728,7 Mrd. Euro (-5,4%) erwirtschafteten. Der steuerpflichtige Umsatz betrug 474,0 Mrd. Euro und ging damit im Vergleich zu 2019 um 5,7% zurück, der steuerfreie Umsatz in Höhe von 219,9 Mrd. Euro entsprach einem Rückgang um 4,1%.

Bei den Reverse Charge-Umsätzen (34,8 Mrd. Euro) war gegenüber 2019 ein Minus von 8,7% zu verzeichnen.

Die Bruttoumsatzsteuer ging im Vergleich zum Vorjahr um 7,3% auf 103,5 Mrd. Euro zurück, die Erwerbsteuer (für Einfuhren aus der EU) um 8,3% auf 20,7 Mrd. Euro. Auch die Veränderung bei den abziehbaren Vorsteuern befand sich mit -8,1% auf 99,3 Mrd. Euro auf dem gleichen Niveau. Das gesamte Steueraufkommen, das sich aus Bruttoumsatzsteuer abzüglich Vorsteuern und zuzüglich Erwerbsteuer sowie Einfuhrumsatzsteuer (4,2 Mrd. Euro) ergibt, betrug 2020 29,1 Mrd. Euro und damit um 6,6% weniger als ein Jahr zuvor.

Der steuerpflichtige Umsatz in der Höhe von 474,0 Mrd. Euro verteilte sich folgendermaßen auf die vier relevanten Steuersätze: 76% (d.s. 362,0 Mrd. Euro) waren mit 20% zu besteuern, 20% (94,7 Mrd. Euro) mit 10%, 1,7% (7,9 Mrd. Euro) mit dem zweiten ermäßigten Steuersatz von 13% und 2,0% (9,3 Mrd. Euro) mit dem neuen, befristeten Steuersatz von 5%.

Von den innergemeinschaftlichen Erwerben (110,8 Mrd. Euro) wurden 86% (95,8 Mrd. Euro) mit 20% besteuert, 12% (13,0 Mrd. Euro) mit 10%, nur etwas mehr als 1% (1,4 Mrd. Euro) mit 13% und 0,1% (155 Mio. Euro) mit 5%.

Umsatzstufen

Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen ist von einer hohen Konzentration geprägt. So erwirtschafteten 0,1% aller Unternehmen (mit mindestens 100 Mio. Euro steuerbarem Jahresumsatz) 47,5% des Gesamtumsatzes, 9,9% der Unternehmen (mit einem steuerbaren Umsatz von mindestens 1 Mio. Euro) 90,4%.

Da sich die Anzahl der Unternehmen im Jahresvergleich nicht veränderte, der überwiegende Teil jedoch im Corona-Jahr 2020 Umsatzeinbußen hinnehmen musste, stiegen die Fallzahlen (und analog dazu der steuerbare Umsatz) in den Umsatzstufen bis 50.000 Euro Jahresumsatz, während in den Umsatzstufen darüber beide zurückgingen, am stärksten in der Stufe zwischen 10 Mio. und 30 Mio. Euro (-6,8% bei den Fällen und -7,1% beim Umsatz).

Wirtschaftsbereiche

Im Corona-Jahr 2020 verzeichneten 15 der 19 Wirtschaftsbereiche Umsatzrückgänge. Die höchsten musste die Branche „Beherbergung und Gastronomie“ hinnehmen, wo die Umsätze von 22,9 Mrd. Euro im Jahr 2019 auf 15,7 Mrd. Euro im Berichtsjahr einbrachen, was ein Minus von 31,2% ergab. Umsatzrückgänge, die ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich lagen, gab es außerdem in den Bereichen „Verkehr und Lagerei“ (-15,8% auf 29,7 Mrd. Euro), „Sonstige Dienstleistungen“ (-15,7% auf 3,4 Mrd. Euro), „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (-14,7% auf 19,6 Mrd. Euro), „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (-13,5% auf 7,9 Mrd. Euro), „Erziehung und Unterricht“ (-11,3% auf 1,6 Mrd. Euro) und im Bergbau mit -10,5% (auf 1,5 Mrd. Euro).

Der hohe Anstieg in der Öffentliche Verwaltung (+11,8% auf 62,5 Mrd. Euro) dürfte zumindest zum Teil auch auf eine größere Meldegenauigkeit bei steuerfreien Umsätzen zurückzuführen sein. Daneben wiesen auch der Bereich „Information und Kommunikation“ (+1,8% auf 20,5 Mrd. Euro) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen und die Land- und Forstwirtschaft (marginale) Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr aus.

Die Betrachtung der beiden wichtigsten Wirtschaftsbereiche zeigt, dass der Handel mit einem Umsatzminus von 3,6% deutlich weniger von den Lockdowns betroffen war als die Herstellung von Waren, wo der Umsatz um 9,6% zurückging. Der Anteil des Umsatzes der beiden Wirtschaftsbereiche am Gesamtumsatz blieb jedoch auf dem üblichen Niveau: der Handel wies 31,9% aus, d.s. 232,6 Mrd. Euro, die Herstellung von Waren 22,5% (163,9 Mrd. Euro).

Rechtsformen

Die Betrachtung der Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr nach Rechtsformen ist von der neuen Vorgehensweise bei der Bestimmung ausländischer Umsatzsteuerfälle (siehe nächster Abschnitt) beeinflusst, da sich die Zunahme dieser Fälle auch auf die Rechtsformen (ausländischer Fall bedeutet, dass die Ausprägung von Rechtsform auf „Sonstige“ gesetzt wird) niederschlägt.

Einen höheren Anteil am steuerbaren Umsatz als an der Zahl der Meldenden wiesen die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (55% zu 24%) auf, die Aktiengesellschaften (12% zu 0,2%), die Körperschaften des öffentlichen Rechts (9% zu 1%), die Sonstigen Rechtsformen (6% zu 4%) und die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften (2% zu 0,3%). Am anderen Ende dieses Spektrums lagen vor allem die Natürlichen Personen, die 50,6% aller Steuerpflichtigen ausmachten, jedoch nur 6,4% des steuerbaren Umsatzes erwirtschafteten, und die Personengesellschaften und –gemeinschaften mit 19% der Steuerpflichtigen und 11% des Umsatzes.      

Regionalgliederung mit Berücksichtigung ausländischer Umsatzsteuerfälle

Beginnend mit der Aufarbeitung des 4. Quartals 2020 (bzw. ab der Statistik der Umsatzsteuer 2018) wurden Informationen aus dem Unternehmensregister auch für die Bestimmung des Unternehmenssitzes verstärkt verwendet, sodass die Anzahl der ausländischen Unternehmen (ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt bzw. ohne Sitz oder Betriebsstätte im Inland) etwas höher geworden ist.

Der Anteil der Bundeshauptstadt Wien am österreichischen Gesamtumsatz betrug 32,6% und belief sich damit im Jahr 2020 auf 237,5 Mrd. Euro, danach folgten Oberösterreich (16,8%) und Niederösterreich (12,8%). Die regionale Verteilung wird aber etwas „verzerrt“ dargestellt, da die regionale Zuordnung der Steuerpflichtigen zum Sitz der Geschäftsleitung erfolgt und Unternehmen, die über verschiedene Standorte – ein Beispiel sind die Filialen von Einzelhandelsketten – verfügen, daher nur einem Standort zugeordnet werden können.

Bemerkenswert ist die Analyse des durchschnittlichen steuerbaren Umsatzes je Unternehmen auf Bundesland-Ebene, da Wien (1.854.000 Euro) nur verhältnismäßig knapp vor den ausländischen Unternehmen (1.758.000 Euro) lag, wo der durchschnittliche Quartalsumsatz im letzten Quartal 2020 ja am höchsten war. Oberösterreich und Salzburg folgten mit Durchschnitten, die den österreichweiten Gesamtschnitt von 1.299.000 Euro übertrafen, am unteren Ende der Rangliste befanden sich Tirol (792.000 Euro) und das Burgenland mit 723.000 Euro.   

Auch bei der Anzahl der meldenden Unternehmen stand Wien mit 128.119 (das sind 22,8%) an erster Stelle, das Burgenland mit nur 14.923 Unternehmen (das sind 2,7% aller Meldenden) an Letzter. 19.245 Unternehmen (3,4%) waren dem Ausland zuzuordnen.

Besonders hoch waren die Anteile der ausländischen Unternehmen bei der Einfuhrumsatzsteuer (19,3% der Gesamtsumme) und bei der Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb (6,8%). Während ihr Anteil am steuerbaren Umsatz 4,6% (d.s. 33,8 Mrd. Euro) betrug, trugen die ausländischen Unternehmen 3,3% von der Bruttoumsatzsteuer; insgesamt ergab sich für sie eine Zahllast von 680 Mio. Euro (2,7%).

Vorläufige Monatsergebnisse

Auswirkungen von COVID-19

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände und der Bedeutung, die diese Daten haben, zieht Statistik Austria seit April 2020 die üblichen Veröffentlichungstermine der UVA vor und macht die Ergebnisse der Öffentlichkeit früher als geplant zugänglich.

Für einen ersten Überblick über die Auswirkungen des COVID-19-Shutdowns auf die steuerbaren Umsätze der Unternehmen war es notwendig, die Umsatzsteuervoranmeldungen nach einzelnen Monaten und Quartalsmeldungen getrennt zu tabellieren (siehe unten: Reiter „Tabellen“). Da die Ergebnisse einen Monat früher als üblich publiziert werden, bedeutet das, dass die von der Finanzverwaltung übernommenen Daten direkt nach der Übernahme jeweils am 20. eines Monats und damit direkt im Anschluss an den Fälligkeitstag für die Voranmeldungen (d.i. der 15. des zweitfolgenden Kalendermonats) aufbereitet werden mussten. Eine Analyse der Vorjahresergebnisse (für die auch die Umsatzsteuervoranmeldungen miteinbezogen wurden, die erst einen Monat verspätet eingereicht wurden), zeigte, dass rund 97% der Voranmeldungen des jeweiligen Quartals bereits bis zum Fälligkeitstag eingereicht wurden und mit diesen 99% des steuerbaren Umsatzes abgedeckt waren, d.h., dass der fällige Säumniszuschlag in Höhe von 2% der Abgabe Wirksamkeit zeigt.

Bei der Bewertung der vorliegenden Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass für Säumniszuschläge, die aufgrund der Betroffenheit des Steuerpflichtigen von der COVID-19-Krise verhängt werden, die Möglichkeit besteht, einen Antrag auf Herabsetzung bzw. auf Nichtfestsetzung zu stellen. Dadurch kann es zu Abweichungen bei späteren Revisionen kommen.

Seit Mitte November 2020 stehen auch die einzelnen UVA-Monate des Jahres 2019 als Excel-Ergebnisse zur Verfügung – siehe Reiter „Tabellen“.

September 2021

Die UVA-Meldungen, die bis 15. November für September 2021 eingelangt sind, ergaben für 320.130 Unternehmen einen steuerbaren Umsatz von 70,7 Mrd. Euro. Die Anzahl der Unternehmen ging gegenüber dem endgültigen Ergebnis vom September des Vorjahres zwar um 2,0% zurück, der Umsatz hingegen stieg um 10,7%. Nach dem Rückgang im August (auf 63,9 Mrd. Euro, siehe Grafik und Absatz unten) wurde damit der gleiche Umsatz erwirtschaftet wie im Rekordmonat Juli.

Die größten relativen Umsatzanstiege waren in den Branchen „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (+21,5% auf 937 Mio. Euro), „Energieversorgung“ (+21,2% auf 2,5 Mrd. Euro) und „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (+18,2% auf 2,0 Mrd. Euro) zu verzeichnen, am wenigsten wuchs der Umsatz bei den Sonstigen Dienstleistungen (+0,3% auf 297 Mio. Euro).

Der Handel wies ein Umsatzplus von 9% (auf 22,8 Mrd. Euro) aus, die Herstellung von Waren meldete eines von 11% (auf 17,2 Mrd. Euro).

      

  

Grafik Monatsvergleich UVA 2020 / 21

Grafik 1  

Grafik Monatsvergleich UVA 2019 / 20

Grafik 3

August 2021

Das vorläufige Ergebnis für den Monat August 2021 unter Einbeziehung aller UVA-Meldungen bis 15. Oktober ergab für 311.713 Unternehmen einen steuerbaren Umsatz von 63,9 Mrd. Euro. Während die Anzahl an Unternehmen gegenüber dem endgültigen Ergebnis vom August des Vorjahres um 4,9% zurückging, gab es eine Umsatzzunahme um 13,4%, die erneut zeigt, dass sich die Wirtschaft im Sommer 2021 von den Folgen der COVID-19-Lockdowns  schneller erholt hat als im Jahr zuvor.

Der Vergleich mit dem vorläufigen Ergebnis für Juli 2021 erbrachte einen leichten Rückgang (-1,3%) bei den meldenden Unternehmen und einen deutlichen Rückgang (-9,6%) beim steuerbaren Umsatz, der jedoch typisch für diesen Monatsvergleich ist – siehe die beiden Grafiken unten.

Im Jahresvergleich wiesen nur zwei Branchen Umsatzrückgänge aus: der steuerbare Umsatz im Bereich „Erziehung und Unterricht“ ging um 19,5% auf 115 Mio. Euro zurück, im Grundstücks- und Wohnungswesen um 4,1% (auf 2,2 Mrd. Euro). Die größten Zunahmen verzeichneten die Bereiche „Wasserversorgung; Abwasser-/Abfallentsorgung“ mit +24,2% (auf 469 Mio. Euro), „Energieversorgung“ mit +22,1% (auf 2,3 Mrd. Euro) und die „Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit +21,8% (auf 1,9 Mrd. Euro). Gleich dahinter folgte die Herstellung von Waren mit +21,2% (auf 14,5 Mrd. Euro), während der umsatzstärkste Bereich, der Handel, ein Plus von 11,9% und damit einen Umsatz von 20,5 Mrd. Euro verzeichnen konnte.

Juli 2021

Mit einem steuerbaren Umsatz von 70,7 Mrd. Euro wurde im Juli das beste vorläufige Monatsergebnis seit Beginn der monatlichen UVA-Auswertungen 2019 erzielt, obwohl die Anzahl der meldenden Unternehmen gegenüber dem Vormonat sogar um 0,9% auf 315.746 zurückging.

Vergleicht man die vorläufigen Ergebnisse der einzelnen Branchen mit den endgültigen für den Juli des Vorjahres, stellt man fest, dass sich der Gesamtanstieg von +6,4% höchst unterschiedlich verteilt: da in der Beherbergung und Gastronomie schon letztes Jahr im Sommer im Verhältnis zur Zeit der Lockdowns im Frühjahr wieder höhere Umsätze erwirtschaftet werden konnten, lag der Anstieg im Juli 2021 mit +5,9% (auf 2,0 Mrd. Euro) nur im Mittelfeld der Wirtschaftsbereiche. Die stärksten Zuwächse konnten bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+25,9% auf 1,0 Mrd. Euro), bei den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+18,8% auf 2,0 Mrd. Euro) und bei der Energieversorgung (+17,5% auf 2,2 Mrd. Euro) verzeichnet werden, während es in der Öffentlichen Verwaltung (-5,6% auf 6,7 Mrd. Euro), im Bereich „Erziehung und Unterricht“ (-4,3% auf 115 Mio. Euro), bei der Wasserversorgung (-2,9% auf 483 Mio. Euro) und bei Information und Kommunikation (-26,3%, die allerdings hauptsächlich auf einen Ausreißer im Vorjahr durch Umstrukturierung bei einem Unternehmen in Form einer unentgeltlichen Unternehmensübertragung zurückzuführen sind) Umsatzrückgänge gab.

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber Juli 2020 5,6%, sodass ein Umsatz von 22,0 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Die Herstellung von Waren verbuchte sogar einen Anstieg um 11,2% (auf 16,3 Mrd. Euro).

Juni 2021

Ein steuerbarer Umsatz in der Höhe von 69,1 Mrd. Euro als vorläufiges Ergebnis bedeutet, dass das endgültige Ergebnis für Juni 2021 den höchsten Monatswert erreichen und damit den Wert für Dezember 2019 übertreffen wird, in dem 69,4 Mrd. Euro erwirtschaftet werden konnten.

Im Vergleich zum Juni des Vorjahres (endgültiges Ergebnis) stieg der Umsatz um 17,3%, obwohl die Anzahl der meldenden Unternehmen um 2,1% unter der des Vorjahres lag. Der stärkste Anstieg war dabei in der Branche „Beherbergung und Gastronomie“ mit +30,2% (auf 1,4 Mrd. Euro) zu verzeichnen. Veränderungsraten von rund +25% gab es außerdem in der Wasserversorgung (+26,0% auf 476 Mio. Euro), in der Herstellung von Waren (+25,7% auf 2,2 Mrd. Euro), bei den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+25,4% auf 1,9 Mrd. Euro), im Gesundheits- und Sozialwesen (+24,6% auf 1,3 Mrd. Euro), im Bergbau (+24,0% auf 150 Mio. Euro) und im Bau (+23,9% auf 5,3 Mrd. Euro). 

Im umsatzstärksten Wirtschaftsbereich, dem Handel, betrug das Umsatzplus gegenüber Juni 2020 15,1%, sodass ein Umsatz von 22,5 Mrd. Euro ausgewiesen werden konnte. Allerdings muss dazu angemerkt werden, dass die UVA eines der größten Einzelhändler für diesen Monat noch fehlt, sodass der Umsatzanstieg im Handel wohl um etwa 3 Prozentpunkte höher ausgefallen ist.

Mai 2021

314.491 meldende Unternehmen bedeuteten eine Zunahme um 0,8% gegenüber dem Vormonat (vorläufiges Ergebnis) und einen Rückgang um 3,6% gegenüber dem (allerdings endgültigen) Ergebnis für den Mai 2020. Die Umsätze (64,4 Mrd. Euro) sanken um 2,1% gegenüber dem Vormonat, stiegen jedoch um 23,3% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Dass der Vergleich mit dem Vorjahr so positiv ausfiel, lag an den härteren Lockdown-Bedingungen im Mai 2020; dass der Vergleich mit April ein Umsatzminus ergab, überrascht auf den ersten Blick, da v.a. die Gastro-Öffnungen ab 19. Mai 2021 starke Impulse gesetzt hatten.

Um den Umsatzrückgang gegenüber April besser erklären zu können, müssen die Ergebnisse der einzelnen Branchen untersucht werden: 13 der 19 Branchen verzeichneten ein Minus gegenüber dem Vormonat – die höchsten Einbußen wurden vom Bereich „Erziehung und Unterricht“ (-21,2% auf 104 Mio. Euro, hauptsächlich auf Umsatzausfälle in der Erwachsenenbildung zurückzuführen), von der Öffentlichen Verwaltung (-13,9% auf 5,7 Mrd. Euro – dort ist jedoch der Monatsvergleich nicht wirklich aussagekräftig, da es ein „Monatsmuster“ durch die Beiträge zur Pensionsversicherung im Jahresverlauf gibt), von Information und Kommunikation (-12,3% auf 1,5 Mrd. Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-11,8% auf 766 Mio. Euro) und vom Bereich „Wasserversorgung; Abwasser-/Abfallentsorgung“ (-10,7% auf 429 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Beherbergung und Gastronomie hingegen wurde ein Umsatzplus von 71,9% (auf 802 Mio. Euro) erwirtschaftet und auch in den beiden anderen von den Lockdowns stark betroffenen Branchen „Sonstige Dienstleistungen“ (+14,3% auf 260 Mio. Euro) und „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (+12,4% auf 641 Mio. Euro) waren die Auswirkungen der Öffnungen sichtbar.

Während der Handel einen Umsatzanstieg um 0,8% (auf 21,9 Mrd. Euro) verzeichnete, wurde bei der Herstellung von Waren ein Minus von 2,5% (auf 15,1 Mrd. Euro) gemeldet.

Reverse Charge-Umsätze (Änderung ab dem 1. Quartal 2014)

Beginnend mit der Aufarbeitung der Daten für das 1. Quartal 2014 werden für den steuerbaren Umsatz laut Umsatzsteuerstatistik außer den Reverse Charge-Umsätzen für Bauleistungen, welche den überwiegenden Teil der Reverse Charge-Umsätze ausmachen, auch die zwischenzeitlich hinzugekommenen übrigen Arten von Reverse Charge-Umsätzen zum steuerbaren Umsatz laut Umsatzsteuerbescheid addiert. Eine detaillierte Darstellung des Katalogs der Reverse Charge-Umsätze und der Vorgehensweise im Zuge der Aufarbeitung der Daten findet man in der Publikation „Statistik der Umsatzsteuer 2017“ (PDF, 6MB), Seite 17 ff.

Neue Kennzahlen in der Umsatzsteuervoranmeldung

Durch das Steuerreformgesetz 2015/16 (StRefG 2015/2016, BGBl. I Nr. 118/2015) kam es auch für die Umsatzsteuer und damit bei der Umsatzsteuervoranmeldung zu einigen Änderungen. Auf dem Formular U30 zur Umsatzsteuervoranmeldung gibt es daher seit Anfang des Jahres 2016 drei neue Kennzahlen (006 = steuerpflichtiger Umsatz, besteuert mit 13%; 007 = 7% Zusatzsteuer für pauschalierte land- und forstwirtschaftliche Betriebe; 008 = innergemeinschaftlicher Erwerb, besteuert mit 13%), auf die in der Folge eingegangen wird und die in die Haupttabelle aufgenommen wurden. Der neue Steuersatz von 13% gilt u.a. für die Lieferung von lebenden Tieren und Pflanzen, für Umsätze im Zusammenhang mit Kunstgegenständen, für Eintritte zu sportlichen Veranstaltungen, Filmvorführungen und in Schwimmbäder sowie v.a. ab 1. Mai 2016 für Beherbergungsumsätze.

Neuerliche Änderung des Steuersatzes für Beherbergungsumsätze

Achtung: Ab 1. November 2018 unterliegen die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen und die regelmäßig damit verbundenen Nebenleistungen (einschließlich Beheizung) sowie die Vermietung (Nutzungsüberlassung) von Grundstücken für Campingzwecke wieder dem ermäßigten Steuersatz von 10 Prozent (BGBl. I Nr. 12/2018).

Hinweis: Nähere Informationen über die Umsatzsteuervoranmeldung, die Aufbereitung der Daten und die Erhebungsmerkmale sind über den Reiter "Weitere Informationen" (siehe unten) verfügbar.

In den „Statistischen Nachrichten“ findet sich in der Ausgabe September 2020 ein Beitrag zur UVA.

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2021 (vorläufig)
Zeitreihe der UVA-Statistik 2005-2021

Monate 2021 (vorläufig, nicht revidiert)

Hauptergebnisse der UVA-Statistik Jänner 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Februar 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik März 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik April 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Mai 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Juni 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Juli 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik August 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik September 2021

Monate 2020

Hauptergebnisse der UVA-Statistik alle Monate 2020

Monate 2019

Hauptergebnisse der UVA-Statistik alle Monate 2019

Vorquartale

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2021
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2020 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2020 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2020 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2019 inklusive ausländischer Unternehmen

Jahresergebnisse

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2019 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2018 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2017
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2017 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2016
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2016 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2015
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2015 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2014
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2014 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2013
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2013 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2012
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2012 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2011
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2011 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2010
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2009
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2008
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2007

Weitere Tabellen

Abdeckungsraten der USt- durch die UVA-Daten, 2005 - 2017


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