Wirtschaftserholung setzt sich im 3. Quartal 2021 fort

Nach der kräftigen Wirtschaftserholung im 2. Quartal 2021 setzt sich der Aufschwung im Sommer fort. Die Wirtschaft wuchs neuerlich um 3,8% (real, saison- und arbeitstagbereinigt). Im Vergleich zum 3. Quartal 2020 entspricht das einem realen Anstieg um 5,7%.

Konsum wieder im Aufschwung; Erholung im Außenhandel setzt sich fort

Der private und öffentliche Konsum trugen wieder wesentlich zum Aufschwung bei. Die privaten Haushalte konsumierten real um 4,2% mehr als im 3. Quartal 2020. Wie schon im Vorquartal erwies sich vor allem der Konsum von Dienstleistungen (+7,4% real zum Vorjahresquartal) als Wachstumstreiber. Der Konsum des Staats stieg real um 6,9% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Bei den Investitionen legten vor allem die Investitionen in Maschinen noch einmal kräftig zu (+11,6% real zum Vorjahresquartal). Insgesamt verzeichneten die Investitionen einen Anstieg von 7,5% (real zum Vorjahresquartal). Diese Entwicklung spiegelte sich auch im Außenhandel wieder. So stiegen die Importe von Waren und Dienstleistungen im Vergleich zum 3. Quartal 2021 real um 12,9%, die Exporte um 11,7%.

Gastronomie und Beherbergung am Wachstumspfad; Kunst und Kultur mit leichtem Rückgang

Die Sommermonate waren im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. So verzeichneten nahezu alle Wirtschaftsbranchen im Vergleich zum - ebenfalls weitgehend lockdownfreien - Vorjahresquartal ein deutliches Wachstum. Besonders kräftig fiel das Wachstum in den Bereichen Verkehr (+13,3% real), freiberufliche und wirtschaftsnahe Dienstleistungen (+10,3% real) sowie Gastronomie und Beherbergung (+7,2% real) aus. Der Bereich Gastronomie und Beherbergung konnte davon als einziger nicht an das Vorkrisenniveau heranreichen. Die Wertschöpfung belief sich lediglich auf 88,5% des Niveaus vom 3. Quartal 2019. 

Der Handel blieb nach dem vorläufigen Lockdown-Ende auf Erholungskurs und wuchs real um 3,5% gegenüber dem Vorjahresquartal. Er überstieg damit auch deutlich das Vorkrisenniveau und verzeichnete eine Wertschöpfung von 104,4% bemessen an der Wertschöpfung im 3. Quartal 2019.   Die Herstellung von Waren war bereits zu Beginn des Jahres in eine Erholungsphase eingetreten und blieb mit 7,2% realem Anstieg zum Vorjahresquartal weiterhin am Wachstumspfad.

Lediglich der Kunst- und Kulturbereich sowie der Bereich persönlicher Dienstleistungen konnte an den kräftigen Aufschwung des 2. Quartals 2021 nicht anschließen. In diesen Bereichen wurde ein leichter realer Rückgang von 1,9% im Vergleich zum 3. Quartal 2020 verbucht.

Beschäftigung und geleistete Arbeitsstunden stiegen erneut

Am Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung fort. Die Beschäftigtenzahlen stiegen im Vergleich zum Vorquartal noch einmal um 1,4% (saison- und arbeitstagbereinigt). Im Vergleich zum 3. Quartal 2020 entspricht dies einem Zuwachs um 2,8%. Damit lagen die Beschäftigtenzahlen bereits um 1,7% über dem Vorkrisenniveau (3. Quartal 2019). Auch an der Entwicklung der Arbeitsstunden lässt sich der Wirtschaftsaufschwung deutlich ablesen. Im Vergleich zum Vorquartal lagen sie um 1,4% (saison- und arbeitstagbereinigt), im Vergleich zum 3. Quartal 2020 um 3,8% höher.  

Die Summe der Löhne und Gehälter lag um 5,0% (nominell) über dem Niveau vom 2. Quartal 2021. Ein Anstieg war auch im Vergleich zum 3. Quartal 2020 (+8,1% nominell) zu beobachten.

Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - saison- und arbeitstagsbereinigt
Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Verteilung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - bereinigt
Verteilung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Verwendung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - saison- und arbeitstagsbereinigt
Verwendung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Erwerbstätigkeit nach verschiedenen ESVG-Konzepten
Erwerbstätige Personen
Arbeitsproduktivität - Lohnstückkosten


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