Wirtschaftserholung im 4. Quartal gebremst

Der Lockdown im 4. Quartal bremste die Wirtschaftserholung erneut. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete einen Rückgang um 1,5% (real, saison- und arbeitstagbereinigt). Im Vergleich zum 4. Quartal 2020 wuchs die Wirtschaft allerdings um 5.5%, da es weniger und kürzere Einschränkungen als im Vorjahr gab.

Konsum wieder im Aufschwung; Investitionen lassen nach

Der private und öffentliche Konsum trug wieder wesentlich zur Entwicklung bei. Die privaten Haushalte konsumierten real um 6,2% mehr als im 4. Quartal 2020 (-3,7% saison- und arbeitstagbereinigt zum Vorquartal). Wie schon im Vorquartal erwies sich vor allem der Konsum von Dienstleistungen (+16,6% real zum Vorjahresquartal; -4,8% % saison- und arbeitstagbereinigt zum Vorquartal) als Wachstumstreiber. Der Konsum des Staats stieg real um 6,3% gegenüber dem Vorjahresquartal (-1,9% saison- und arbeitstagbereinigt zum Vorquartal).

Die Investitionen liegen weiterhin 1,5% unter dem Niveau vom 4. Quartal, die stärksten Rückgänge waren hier weiterhin bei den Fahrzeugen mit -24,6% zum Vorjahresquartal und den Bauinvestitionen mit -2,9%.

Gastronomie und Beherbergung am Wachstumspfad; Bau-Boom lässt nach

Der erneute Lockdown dämpfte das Wachstum in den meisten Wirtschaftsbranchen. Die Gastronomie und Beherbergung ist die am meisten betroffene Branche, das wird durch +90% zum 4.Quartal 2020 bzw. -27% zum 3. Quartal 2021 (real, saison- und arbeitstagbereinigt) deutlich. Der Bauboom ist gebremst und so fällt der Bau mit -1,9% im zum dritten Mal in Folge im Vergleich zum Vorquartal (real, saison- und arbeitstagbereinigt). Im Vergleich zum 4.Quartal 2020 wird ebenfalls ein Rückgang um 1,9% verzeichnet.

Beschäftigung und geleistete Arbeitsstunden stiegen erneut

Am Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung fort. Die Beschäftigtenzahlen stiegen im Vergleich zum Vorquartal noch einmal um 0,4% (saison- und arbeitstagbereinigt). Im Vergleich zum 4. Quartal 2020 entspricht dies einem Zuwachs um 3,7%. Auch an der Entwicklung der Arbeitsstunden zeigt sich ein ähnliches Bild wie in der Entwicklung des BIP. Sie lagen um 1,7% (saison- und arbeitstagbereinigt) unter dem 3. Quartal 2021, im Vergleich zum 4. Quartal 2020 um 4,0% höher.

Die Summe der Löhne und Gehälter lag um 1,2% (nominell) über dem Niveau vom 3. Quartal 2021. Ein Anstieg war auch im Vergleich zum 4. Quartal 2020 (+6,0% nominell) zu beobachten.

Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - saison- und arbeitstagsbereinigt
Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Verteilung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - bereinigt
Verteilung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Verwendung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - saison- und arbeitstagsbereinigt
Verwendung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Erwerbstätigkeit nach verschiedenen ESVG-Konzepten
Erwerbstätige Personen
Arbeitsproduktivität - Lohnstückkosten


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